Zurück zur Heimat

Über Uns

Mirjam Banz

Und was ist für dich Heimat?

Vor allem bedeutet Heimat für mich ein Gefühl der Unbeschwertheit zu haben und frei zu sein. Der Begriff ist für mich stark mit meiner Jugend in Hessen verbunden und demnach auch mit allem besetzt, was man dort so findet. Weite Wiesen, grüne Täler, Felder und lange Autofahrten bei voll aufgedrehter Musik.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Vorerst nicht. Obwohl ich die Vielfältigkeit dort unterschätzt habe. Es ist ein total interessanter Mikrokosmos, in den es sich gelohnt hat einzutauchen. Menschen und ihre Geschichten, ihre Gefühle sind immer spannend - eben auch im Rollbergkiez.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Social Media. Die Sache, für die alle so schlecht bezahlt werden in „richtigen“ Redaktionen. Aber mal im Ernst: Ich habe mit meiner Kollegin Johanna ein Konzept und eine Strategie für die Plattform Instagram entwickelt, die den Kiez Menschen nahe bringen soll, die sich sonst nicht für ihn interessieren würden. Eine Art Reiseführer online. Natürlich mit tollen bunten Bildchen, Videos und all dem Schnickschnack, den man so braucht, um aufzufallen.


Felix Edeha

Und was ist für dich Heimat?

Heimat ist der Ort, an dem ich mich zuhause fühle und meine Familie und meine Freunde auf mich warten.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Meine düsteren Vorstellungen des „roughen“ Rollbergkiezes haben sich im Nachhinein nicht bestätigt. Weder kriminelle Jugendgangs noch Dealer haben meine Wege gekreuzt. Im Gegenteil: da ein paar spielende Kinder, dort ein älterer Herr mit seinem Rollator. Ansonsten war es ruhig und schon fast idyllisch! Trotzdem bleib ich aber erstmal in meinem Kiez wohnen – da ist’s schließlich auch ganz schön.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Ich habe für unseren Film als Kameramann den Boxer Seyfo Moussa und den Polizisten Peter Herzfeldt begleitet.


Clara Ehrmann

Und was ist für dich Heimat?

Heimat sind für mich Kartoffeln mit Quark. Und mein Bett. Gerne auch einfach Kartoffeln mit Quark in meinem Bett.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Ja, aber nur ins Seniorenwohnheim von Margot Kessler, der Protagonistin aus unserem Film. Mit ihr könnte ich immer die neuesten Musikvideos gucken und am Wochenende im Schwuz abhotten.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Ich war als Kamerafrau bei Margot Kessler und Sara und habe geholfen, die Website zu erstellen.


Juliane Gunser

Und was ist für dich Heimat?

Heimat ist für mich das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Das ist für mich sehr stark mit meiner Familie und meinen Freunden verbunden, die im Schwabenländle leben. Manchmal reicht mir aber auch ein guter Kartoffelsalat (ohne Mayonnaise!!) für ein heimeliges Gefühl.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Wenn ich mir die Staffelmiete meiner Wohnung irgendwann nicht mehr leisten kann oder zu meinem 80. Geburtstag ein Platz in den Seniorenwohnanlagen frei wird – auf jeden Fall!

Was hast du eigentlich so gemacht?

Als Kamerafrau war ich durchgehend auf der Jagd nach Beauty-Shots für unsere Heimatfilm-Optik. Dabei hat sich mal wieder gezeigt: Licht ist alles! Und stellvertretend für alpines Bergpanorama kann man sehr gut die Hausdächer der Ringsiedlungen abfilmen.


Carolin Haentjes

Und was ist für dich Heimat?

Ich komme aus einer musikalischen Familie. So wie bei anderen Monopoly gespielt wird, wird bei uns gejammt. Dem Musikunterricht hab ich mich - trotziges Kind - total verweigert. Deswegen beherrsche ich kein Instrument, technisch gesehen, und mache deswegen nur Musik mit Menschen, mit denen ich mich wirklich wohlfühle. Heimat ist also für mich da, wo ich mich ins Musikmachen fallen lassen kann.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Meine Erkenntnis aus dem Rollbergviertel ist, dass es auch in der Großstadt ganz engen Nachbarschaftszusammenhalt geben kann. Das habe ich selbst noch nicht erlebt.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Ich habe am Drehbuch und in der Regie gearbeitet.


Maximilian Horn

Und was ist für dich Heimat?

Heimat ist immer dort, wo meine lieben Menschen leben. Zurzeit sind das der Bodensee und Berlin.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Nein. Aber wenn das die Zukunft so will, kenne ich mich jedenfalls aus.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Ich habe am Drehbuch und im Schnitt mitgearbeitet. Beides war aufregend, arbeitsreich und bereichernd zugleich.


Laura Kingston

Und was ist für dich Heimat?

Heimat ist für mich an keinen Ort gebunden. Sie ist einfach dort, wo meine Freunde sind.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Warum nicht? Ich könnte dann bei Seyfo Moussa trainieren, dem Boxer aus unserem Film. Oder mit Margot Kessler im Schwuz abfeiern.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Ich war Chefin und habe das Projekt geleitet. Das heißt: die Dramaturgie für den Film entwickelt, Ideen entworfen, Sitzungen geleitet und meinen Schlaf unterdrückt.


Marcus Latton

Und was ist für dich Heimat?

Der lange Gang zur Nachttanke.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Wenn man mich lässt. Es dürfte aber mittlerweile genauso begehrt sein wie der Rest Neuköllns. Die Gentrifizierung könnte mir einen Strich durch die Rechnung machen.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Hoffentlich einen guten Eindruck. Ansonsten: Technik organisiert, Texte korrigiert, Teaser geschrieben, Tee gekocht und Teamsitzungen geleitet.


Melanie Manthey

Und was ist für dich Heimat?

Mein Bett. Es gibt keinen Ort, der wärmer und an dem alles andere komplett egal ist.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Nein, aber: Ich kenne Neukölln sehr gut – nur der Rollbergkiez war für mich bisher ein blinder Fleck. Von daher bin ich sehr dankbar, dieses Viertel durch „Rollberg ruft“ intensiv kennengelernt zu haben. Als Berlinerin muss ich dennoch sagen: FHAIN BLEIBT BESTER KIEZ (Rollberg Nummer 2, ok?)!!!

Was hast du eigentlich so gemacht?

Jedem die Kekse weggegessen, Stimmendouble für Laura, Bildgestaltung im Film, Design und Website.


Antonia Märzhäuser

Und was ist für dich Heimat?

Heimat ist kein fixer Ort, sondern kann sich über ein Leben immer wieder verändern. Heimat ist da, wo meine Freunde und Familie sind, wo ich mich nicht erklären muss. Idealerweise riecht es morgens nach Kaffee.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Eher nicht, dafür mag ich meinen Kiez zu sehr. Was mich im Rollberg aber am meisten überrascht hat, war wie eng die Gemeinschaft dort ist – da kennt jeder jeden. Und entgegen der vorrangigen Berichterstattung, bringen die gewachsenen Strukturen nicht nur Kriminalität hervor, sondern auch Gemeinschaft.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Ich habe als Autorin den Boxtrainer Seyfo Moussa begleitet. Ich wollte einen Eindruck bekommen, wie sich Seyfo vom Kiezjungen mit einigen Problemen zum Mentor für viele Jungs und Mädchen im Viertel entwickeln konnte.


Birgit Raddatz

Und was ist für dich Heimat?

Selbstverständlichkeit. Wenn ich im Wald ausgesetzt werde und wieder allein zurück finde, dann bin ich im wahrsten Sinne des Wortes zu Hause.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Warum nicht. Ein Kino, jede Menge Initiativen und ein Späti: Der Rollbergkiez hat alles, was es zum Leben braucht. Aber ich liebe den Wedding!

Was hast du eigentlich so gemacht?

Ich war Autorin und habe Sara porträtiert, die von ihrem Vater zwangsverheiratet werden soll.


Mona Ruzicka

Und was ist für dich Heimat?

Heimat ist für mich ein Ort, an dem ich mich wohl fühle und auskenne. Wenn zum Beispiel mein Spätiverkäufer mir immer durch die Scheibe zuwinkt oder ich bei meinem Stamm-Dönerladen oft herzlich vom Besitzer begrüßt werde. Da, wo meine Freundinnen und Freunde sind. Heimat ist aber auch, wo ich aufgewachsen bin und meine Familie ist.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Zum Glück nicht. Die Menschen dort haben mir nämlich oft erzählt, dass sie schreckliche Angst vor Gentrifizierung und Verdrängung haben. Sie sind es, die eben keine Chancen haben auf eine nette neue Wohnung in der Innenstadt.

Es hat mich aber total beeindruckt, wie herzlich und bodenständig die Menschen im Kiez waren. Auch wenn es nicht immer leicht war, ihr Vertrauen zu gewinnen.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Recherchiert, das Grundgerüst der Dramaturgie mitgestaltet und den Instagram-Kanal befüllt. Manchmal auch gestresste Menschen mit Schokolade versorgt. Wenn ich eine Medaille bekommen würde, dann dafür, dass ich von allen am meisten Zeit im Rollbergkiez verbracht habe.


Nico Schmolke

Und was ist für dich Heimat?

Der Berliner Fernsehturm. Wenn ich den sehe, fühle ich mich zu Hause – denn aus Ost-Berlin komme ich, hier lebe ich und hier lebt meine ganze Familie. Würde ich woanders leben, würde ich mir wohl einen anderen symbolischen Ort für mein Heimatgefühl suchen.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel

Ein Freund von mir wohnt schon da, in einem der Ringe. Ab und zu gibt’s mal einen Polizeieinsatz, aber vor unserem Projekt war mir gar nicht bewusst, dass der Kiez in Sozialrankings so schlecht abschneidet. Hinziehen werde ich wohl nicht, dafür bin ich zu sehr Ossi – obwohl Neukölln ja der Osten des Westens ist.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Als Redakteur habe ich recherchiert, gedreht, Fakten gecheckt, Archiv-Material besorgt und die Quartiersmanagerin interviewt.


Tobias Schmutzler

Und was ist für dich Heimat?

Heimat ist für mich weniger ein Ort als ein Gefühl. Als ich vor gut zehn Jahren in Berlin angekommen bin, hatte ich überhaupt nicht das Gefühl, hier eine Heimat zu haben. Aber als ich nach einiger Zeit Wurzeln geschlagen, Freunde und Lieblingsorte gefunden hatte, war ich umso glücklicher, mir eine eigene Heimat geschaffen zu haben.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Nein, erstmal nicht. Aber ich bin dankbar, so tolle, offene Menschen im Rollberg kennengelernt zu haben. Die Feiernacht mit der Ur-Rollbergerin Margot Kessler wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben. Im SchwuZ war es genau so, wie unsere Protagonistin vorher beschrieben hatte: ansteckend positiv, voller Lebensfreude.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Als einer der Autoren unseres Films habe ich die 73-jährige Margot Kessler porträtiert, die seit Jahrzehnten im Kiez wohnt und das multikulturelle Flair dort liebt. Für die Website habe ich außerdem die Datengrafik mit markanten Eckdaten zum Kiez gestaltet.


Johanna Siegemund

Und was ist für dich Heimat?

Grauer Beton der anderen Art: in nächster Nähe zu Lagerhallen, in wenigen Schritten zur Tankstelle, in direkter Sichtweite zum Dampfkraftwerk. Heimat ist für mich ein Ort der schlechten Aussichten, denn ich bin im Gewerbegebiet aufgewachsen.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Vielleicht nicht sofort, aber vielleicht irgendwann in zehn Jahren – die Lage ist super, das Angebot vielfältig und nicht zuletzt wird man das Gefühl nicht los, dass es jedes Jahr mit dem Kiez ein Stückchen aufwärts geht. Ein weiterer Pluspunkt: Ich durfte einmal mit den Rappern von der „Rollberg.ruft EP“ auf eine der Dachterrassen im Kiez. Sollte mir jemand mal so eine Wohnung mal anbieten, wäre ich definitiv nicht abgeneigt. Ich hatte schon schlechtere Aussichten.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Die Schönheit hinter den Fassaden gesucht und auf dem Instagram-Reiseführer „Der Rollberg ruft“ präsentiert. Dabei noch weitere tolle Persönlichkeiten im Kiez kennengelernt. Mir fast die Hände abgefroren auf der Stadttour mit Reinhold Steinle. Immer wieder die Sättigung auf Photoshop hochgefahren. Und nicht zuletzt lange mit der Chefredaktion überlegt, in welches Format der Rollbergkiez passt.


Anton Stanislawski

Und was ist für dich Heimat?

Einer muss den Heimatfilmgedanken ja mal aufnehmen. Blauweiße Tischdecken, blauweißer Himmel und Weißbier ohne blau. Das alles am besten auf über 1000 Meter in den Bergen. Das löst Heimatgefühle aus. Gibt’s zwar alles in Berlin nicht, aber hier ist es trotzdem schön.

Ziehst du jetzt ins Rollbergviertel?

Unwahrscheinlich, ich fühl mich ganz wohl bei mir. Aber ich war tatsächlich so oft da in letzter Zeit, dass ich fast das Gefühl hatte, dort zu wohnen. Wir haben die Rollberger schon ganz schön belagert, die sind bestimmt happy wenn wir sie jetzt wieder in Ruhe lassen. Und vielleicht ist es auch ganz gut wenn wir da nicht hinziehen. Anders als weite Teile Neuköllns ist der Rollberg noch nicht durchgentrifiziert.

Was hast du eigentlich so gemacht?

Ich war Autor für den Polizeipart in unserem Film. Sprich: Ich hab sehr viel telefoniert. Mit der Pressestelle der Polizei Berlin, mit verschiedenen Polizisten und natürlich mit Peter Herzfeldt, dem Präventionsbeauftragten des Abschnitts 55 der Direktion 5.

Dann Konzept schreiben, nochmal telefonieren, Dreh vorbereiten, nochmal telefonieren, drehen, sichten. Am Ende dann das Material dem Schnittteam übergeben und Handy ausmachen.

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